Medien, Kunst und Industrie

Berliner zur Stärkung

Berliner zur Stärkung

Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union | Köln

 
Heute fand die Betriebsversammlung der Rheinischen-Redaktionsgemeinschaft (RRG) statt, bei der wir auch die Situation der Berliner Kollegen und Kollegen kritisch angesprochen haben. Gleichzeitig gab es für die Kolleginnen und Kollegen – etwa 50 Redakteure und Redaktionssekretärinnen aus dem Kölner Umland – Berliner zur Stärkung. (Das ist das, was ihr „Pfannkuchen“ nennt, wie uns der eine unserer beiden Geschäftsführer, Herr Froben, erläuterte. Aber in Köln sind es halt „Berliner“.)

„Die Berliner, die der Betriebsrat heute gespendet hat, sollen ein subtiler Hinweis darauf sein, dass wir das, was beim Berliner Verlag gerade geschieht, mit Aufmerksamkeit und großer Sympathie für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen beobachten.“, so Regina Bappert, Vorsitzende des Betriebsrates. Dafür gab es spontanen Applaus von der RRG-Belegschaft.

Inhaltlich ging Kollegin Bappert auch in ihrem Tätigkeitsbericht auf folgende Situation ein: „Dieser Begriff „Multimedia-Redakteur/Regio“  (es gibt ihn auch in den Varianten /Story /Kultur /Investigativ u.s.w.) dient letztendlich nur dazu, den Eindruck zu erwecken, dass es sich um etwas ganz anderes, etwas ganz neues handelt als den bisherigen Journalismus. Wofür dann auch ganz andere, ganz neue Leute gebraucht werden. Weswegen es dann angeblich auch kein Betriebsübergang nach 613a BGB ist. Unter der Überschrift ,Digitale Transformation‘ wird vorgeblich der ,Journalismus von morgen‘ erfunden, also ob wir nicht schon alle seit vielen Jahren für alle Kanäle produzieren würden. Wischt man mal all diese inhaltsleeren Worthülsen beiseite, wird sichtbar, um was es tatsächlich geht: Die drastische Senkung der Personalkosten. Der Personalabbau ist kein Nebeneffekt der Digitalen Transformation. Er ist das eigentliche Ziel.“

RRG, dju, Berlin Klaus Daub