Nachrichten

Kündigung der Entgelttabellen beschlossen

Öffentlicher Dienst

Kündigung der Entgelttabellen beschlossen

ver.di-Bundestarifkommission läutet den Beginn der Tarif- und Besoldungsrunde 2018 mit dem Bund und der VKA ein.

In der Sitzung am 17./18. Oktober 2017 hat die ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst die Kündigung der Entgelttabellen zum TVöD, zum TV-V und zu den Tarifverträgen für Auszubildende und für Praktikantinnen und Praktikanten zum 28. Februar 2018 beschlossen.

Ziel ist, gemeinsam mit den ver.di-Mitgliedern deutliche Einkommenserhöhungen im öffentlichen Dienst von Bund und kommunalen Arbeitgebern ab dem 1. März 2018 zu erreichen.

Die Forderungen für die Tarif- und Besoldungsrunde 2018 werden von der Bundestarifkommis-sion für den öffentlichen Dienst am 8. Februar 2018 beschlossen.

Bis dahin haben die ver.di- Mitglieder die Möglichkeit, in den Dienststellen und Betrieben ihre Forderungen und deren Durchsetzungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Wie ist die wirtschaftliche Ausgangslage?

Die Steuereinnahmen sprudeln stabil weiter. Die aktuelle Steuereinschätzung sagt bis 2021 eine durchschnittliche jährliche Steigerung um vier Prozent voraus. Seit 2015 verzeichnen alle öffentlichen Haushalte beträchtliche Überschüsse. 2016 betrug dieser Überschuss 25,8 Milliarden Euro und für das laufende Jahr wird ein Überschuss von etwa 20 Milliarden Euro erwartet. Auch in den Kommunen insge-samt werden Überschüsse erzielt, allerdings ist die Finanzlage der einzelnen Kommunen weiterhin sehr unterschiedlich.

Weil es um mehr geht!

Ein gut funktionierender öffentlicher Dienst besitzt für alle einen großen Wert. Diese Dienstleistungen werden von motivierten Beschäftigten erbracht.

Motiviertes und gut qualifiziertes Personal zu halten und entsprechende Nachwuchskräfte zu finden, wird zunehmend schwerer. Permanent steigende Anforderungen, keine ausreichenden Konzepte zur Fachkräftegewinnung und Personalentwicklung, fehlende klare Regelungen zur Übernahme von Auszubildenden und das Niveau der Einkommen machen den öffentlichen Dienst nicht attraktiv. Im Verhältnis zur Tarifentwicklung in der Privatwirtschaft besteht für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst noch immer Nachholbedarf.

Wie geht es weiter?

In den nächsten Wochen werden die ver.di-Mitglieder in den Betrieben und Verwaltungen über die Forderungen zur Tarif- und Besoldungsrunde 2018 diskutieren. Wie soll eine Entgelterhöhung aussehen? Gibt es weitere Schwerpunkte für die bevorstehenden Verhandlungen?

Die ver.di-Bundestarifkommission bringt folgende Punkte in die Diskussion ein:

  • Tabellenerhöhungen im Gesamtvolumen von 6 Prozent mit einer sozialen Komponente
  • Überproportionale Erhöhung der Ausbildungsentgelte
  • Angleichung der Jahressonderzahlung im Tarif-gebiet Ost der VKA
  • Erhöhung des Zusatzurlaubs für Wechselschicht- und Schichtarbeit auf 9 bzw. 6 Tage
  • Anhebung des Urlaubsanspruchs für Auszubildende und Praktikantinnen und Praktikanten auf 30 Tage
  • Kostenloses Nahverkehrsticket

Am 8. Februar 2018 wird die Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst die Empfehlungen zusammenfassen, diskutieren und die gemeinsamen Forderungen für die Tarif- und Besoldungsrunde 2018 entwickeln und beschließen.

Wie auch immer sich der Bund und die kommunalen Arbeitgeber in der Tarif- und Besoldungsrunde 2018 verhalten, erfolgreich sind wir nur, wenn alle ver.di-Mitglieder für die Durchsetzung der Forderungen kämpfen!

Jetzt ver.di-Mitglied werden - die Gelegenheit nutzen! Einmischen in die Diskussion über die Forderungen und sich an ihrer Durchsetzung beteiligen!

Gemeinsam sind wir stark!

  • 1 / 3

Nachrichten zur Tarifrunde ÖD 2018