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’nen Appel und ’n Ei für alle!

Bildung, Wissenschaft und Forschung

’nen Appel und ’n Ei für alle!

Unterstützt von der GEW Köln
  • Protestaktion der Honorarlehrkräfte anlässlich des Weltlehrertags
    am 5. Oktober 2017
    von 12:00 bis 16:00 Uhr
    auf dem Alter Markt Köln vor dem Rathaus.

Honorarlehrkräfte arbeiten für 'nen Appel und ’n Ei, so das Motto unserer satirischen Aktion an diesem Tag. Für Honorarlehrkräfte gelten immer noch nicht die Standards und Empfehlungen der UNESCO und der ILO (Internationale Arbeitsorganisation), auch darüber wollen wir informieren und diskutieren.

Obwohl viele der freiberuflichen Lehrkräfte im Auftrag des Staates arbeiten und unwidersprochen einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zu Bildung, Weiterbildung und Integration leisten, verdienen sie im besten Fall halb so viel wie angestellte Lehrer*innen an öffentlichen Schulen. Die Honorare beinhalten weder Vor- und Nachbereitungszeit noch einen notwendigen Risikozuschlag.

Sie müssen von diesen geringen Honoraren nicht nur den Arbeitnehmer-, sondern auch den Arbeitgeberanteil der Sozialversicherung bezahlen, sind bei der DRV voll rentenversicherungspflichtig, während die Beiträge bei der GKV fiktiv an einem nicht realistischen Einkommen bemessen werden. Bei Krankheit und während der Ferien haben sie als vermeintlich Selbstständige totalen Verdienstausfall. Mutterschutz oder Mitbestimmungsrechte werden nicht berücksichtigt.

Vergleichsrechnung (NRW, 3 Jahre Berufserfahrung, ledig, keine Kinder):
- LehrerIn, verbeamtet (A 13): brutto: ≈ 4.130 € netto: ≈ 2.900 €
- LehrerIn, angestellt (EG 13): brutto: ≈ 4.190 € netto: ≈ 2.510 €
- HonorarlehrerIn (Integrationskurse): brutto: ≈ 2.900 € netto: ≈ 1.500 €