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Flughafen Köln-Bonn: ver.di fordert Distanzierung von Privatisierungsgerüchten

Verkehr

Flughafen Köln-Bonn: ver.di fordert Distanzierung von Privatisierungsgerüchten

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zeigt sich in der Debatte um die Berufung von Friedrich Merz in den Aufsichtsrat der Flughafen Köln/Bonn GmbH von erneuten Privatisierungsgerüchten alarmiert. In einem Brief an Friedrich Merz fordern die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, sich klar von Privatisierungsabsichten zu distanzieren.

„Die Eigentümerschaft in öffentlicher Hand ist der Garant, den Flughafen als Teil der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur und Daseinsvorsorge zu sichern. Nur so kann vor Ort öffentlich Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens und die sozialen Standards für die Beschäftigten genommen werden. Diesen stellt sich immer stärker die bange Frage um die Zukunft ihrer Arbeitsplätze und den Fortgang der andauernden Tarifverhandlungen. Ohne ein Bekenntnis zum Erhalt der derzeitigen Gesellschafterstruktur, ohne Distanzierung von Privatisierungsabsichten können wir eine Wahl von Merz in den Aufsichtsratsvorsitz nicht unterstützen“, begründet Sven Schwarzbach, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und ver.di-Betriebsrat, die Initiative.

„Der Rat der Stadt Köln hat zuletzt in seiner Sitzung am 15. Dezember 2016 eine Teilprivatisierung des Flughafens durch Verkauf von Gesellschaftsanteilen kategorisch abgelehnt. ver.di fordert die Vertreter der Stadt Köln daher auf, ihre Zustimmung ebenfalls von einer Distanzierung von Privatisierungsabsichten abhängig zu machen“, so Daniel Kolle, Bezirksgeschäftsführer ver.di Köln, abschließend.